Neues System - alte Probleme?
Warum viele HR-Projekte an einem stillen Problem kränkeln
👉 „Das System muss sich an die Firma anpassen, nicht die Firma an das System.“
Diesen Satz habe ich häufig gehört und die Annahme hält sich hartnäckig – gerade in HR-Transformationsprojekten. Und ganz ehrlich? In Zeiten von Cloud-Systemen wie Workday ist das eine Denkweise von gestern.
Denn:
📌 Wenn alles ein Sonderfall ist, wird jeder Vorgang zur Ausnahme.
📌 Wenn alles individuell bleibt, bleibt es auch komplex.
📌 Wenn man alte Prozesse einfach ins neue System kopiert, bekommt man kein besseres Arbeiten – nur ein schöneres Frontend.
Viele Projekte kränkeln an dieser Grundannahme – leise, aber dauerhaft. Es wird viel Geld in neue Tools gesteckt – und dann ändert sich … erstaunlich wenig. Weil die Prozesse gleich bleiben. Weil sich zu wenig Zeit genommen wird, Altes zu hinterfragen. Und ja – das ist manchmal schmerzhaft und kostet Energie. Aber genau dort liegt das Potenzial zur echten Veränderung.
Ein verbreiteter Irrglaube ist:
💭 Ein neues System löst automatisch alte Probleme.
Sorry, tut es nicht. Nie. Es braucht die kritische Auseinandersetzung mit bestehenden Abläufen – und diese passiert nicht nebenbei. Sie muss bewusst angestoßen werden, als Teil des Change Managements – das ist kein „Nice to have“, sondern Voraussetzung.
💡 Ein Gedankenspiel:
Ist ein Eintrittsprozess wirklich so individuell?
Oder ist er nicht zu 80 % in allen Unternehmen vergleichbar – und braucht nur in wenigen Punkten ein gezieltes Customizing?
Zum Beispiel bei standort-, länder- oder branchenspezifischen Anforderungen.
💬 Ich bin überzeugt:
Standards entwickeln sich aus gutem Grund. Sie bringen Effizienz, Klarheit und Fokus. Und sie ermöglichen etwas, was in der heutigen Arbeitswelt immer knapper wird: Zeit für das Wesentliche.
👉 Statt jeden Vorgang mit einem „Ja, aber in diesem Fall ist das anders…“ neu zu denken, sollten wir den Mut haben, zunächst radikal zu harmonisieren, um Komplexität sichtbar zu machen – und uns dann auf die wirklich (!) relevanten Ausnahmen zu konzentrieren.
Standardisierung heißt nicht Einheitsbrei.
Es heißt:
✅ Komplexitätsreduktion
✅ Zeitersparnis
✅ Fokus auf die Themen, die wirklich Strategie, Erfahrung und Menschlichkeit brauchen.
„Lass los – und du hast zwei Hände frei.“
Aber:
Loslassen will gemanaged sein.
Sonst wird aus Loslassen ganz schnell: Halt verlieren.
Interesse geweckt?
Lassen Sie uns gemeinsam Ihre digitale HR-Transformation mit Workday gestalten!
Gerne helfe ich Ihnen dabei, mutig zu sein und den optimalen Weg zwischen Standardisierung und Customizing zu finden, damit auch Sie wieder mehr Zeit für das Wesentliche in HR haben - schreiben Sie mir.